05.09.2016
Unterwegs mit Jacqueline
Filmzettel – Nummer 1165
Regie: Mohamed Hamidi; Kamera: Elin Kirschfink; Musik: Ibrahim Maalouf; Darsteller: Fatsah Bouyamed (Fatah), Lambert Wilson (Philippe), Jamel Debbouze (Hassan); Länge: 92 min; Spielfilm; Frankreich 2016

Inhalt

Fatah ist ein glücklich verheirateter Kleinbauer, der in einem algerischen Dorf lebt. Neben seinen beiden wohlgeratenen Töchtern ist Jacqueline sein ganzer Stolz - eine milchkaffebraune Tarentaise-Kuh mit sanften Riesenaugen. Sein größter Traum ist es, sie auf der Landwirtschaftsmesse in Paris zu präsentieren. Und eines Tages geht sein Traum in Erfüllung: Fatah kann nach Paris fahren, um Jacqueline beim Wettbewerb um Frankreichs schönste Kuh vorzustellen. Also macht er sich gegen den Willen seiner Frau mit Jacqueline auf die abenteuerliche Reise. Doch bevor die beiden in Paris ankommen, erleben sie die unglaublichsten Sachen.

Kommentar

Wer kennt nicht den Film "Ziemlich beste Freunde" - seine Macher stehen auch hinter "Unterwegs mit Jacqueline". Hier lautet das Thema "Culture Clash zwischen Frankreich und Algerien", wobei die real existierenden Probleme auf diesem Gebiet (Terrorangst, Erfolge des Front National) zugunsten einer komödienhaften Story ausgeblendet werden. Vorbild für den Film ist der französische Klassiker "La vache et le prisonnier" (deutscher Titel : "Ich und die Kuh") von Henri Verneuil, mit dem legendären Fernandel in der Hauptrolle. In einer Szene auf Philippes Schloss sieht Fatah sogar genau diesen Film und ist zu Tränen gerührt. Denn er ist ein hypersensibler Träumer und damit alles andere als ein zupackender Landwirt. Aus diesem Gegensatz bezieht die Story einen Großteil ihrer liebenswürdigen Situationskomik.
Dazu gibt es einen tollen jazzig orientalischen Soundtrack.